Wie spricht Deutschland über WhatsApp? Ein Uni-Forschungsprojekt will es herausfinden

Der Datenschutz ist bei WhatsApp immer wieder ein großes Thema. Auch wir berichteten in der Vergangenheit über Sicherheitslücken.

Nun möchten Sprachwissenschaftler, dass du dein Archiv der WhatsApp-Nachrichten absichtlich heraus gibst. Sollte nun nicht ein Aufschrei durch die WhatsApp gehen? Immerhin verlangen die Wissenschaftler von uns, dass ganz private Dinge Preis geben.

Wobei ich jetzt in keinem Fall den Eindruck erwecken möchte, dass die Datensammlung etwas mit einer automatisierten Überwachung oder der Datensammel-Wut mancher Geheimdienst zu tun hat.

Vielmehr möchte das Forschungsprojekt „What’s up, Deutschland?“ herausfinden, wie wir Endnutzer mit WhatsApp umgehen:

  • Was tun wir damit?
  • Und wie verändert sich vielleicht sogar unsere Sprache durch die mobile Kommunikation?

HeyWhatsUp-WhatsAppDeutschland-StudieÄhnliche Untersuchungen gab es bereits für den Kurznachrichten-Dienst SMS. so gesehen ist es erstaunlich, dass ungefähr 15 Jahre dauert bis Folgestudien über WhatsApp gemacht werden. Doch nun haben sich Wissenschaftler der Universitäten Leipzig, Dortmund, Dresden, Duisburg-Essen, Hannover, Koblenz und Mannheim genau dafür zusammen getan.

Wenn du bei dem mitmachen möchtest, dann kannst du jeden Chat einfach an die E-Mail-Adresse senden@whatsup-deutschland.de schicken.

Wie das ganz genau funktioniert, ist auf der Webseite Whatsup-Deutschland.de beschrieben.

Jeder Teilnehmer nimmt automatisch an einem Gewinnspiel teil. Mit deiner „WhatsApp-Spende“ kannst du Geschenk- und Einkaufsgutscheine gewinnen. Einsendeschluss ist der 11. Januar 2015.

Da es sich eine sprachwissenschaftliche Analysen handelt, kann man den Beteuerungen der Wissenschaftler glauben, dass sie die Datenschutz-Richtlinien peinlich genau beachten. Schließlich weist der Leiter des Forschungs-Projekts Prof. Siebenhaar ja auch darauf hin, dass eingeschickte „Bilder, Fotos und Tondateien … sofort gelöscht“ werden.

In diesem Fall ist die Wissenschaft als auf unsere Nachrichten-Spenden angewiesen. Wobei wir bei den Nachteilen dieser Erhebungsmethode wären. Wie allgemeingültig können die Ergebnisse sein, wenn nur manche Personen an der Studie teilnehmen werden. Vielleicht hören manche Personen einfach nie von dieser Studie und nehmen nie teil.

Also rühre die Werbetrommel für den guten Zweck … oder für die Gewinne.